NS Gedenkstätten
Münchens nicht ganz rühmliche Vergangenheit als NS Hauptquartier wird in vielen Gedenkstätten dokumentiert.
Der Waldfriedhof Fürstenried diente als Endlager der Euthanasie Opfer aus der NS-Zeit. Hier wurden die Menschen begraben, die für medizinische Forschung missbraucht wurden. Eine Gedenktafel erinnert an sie.
Viele Strassen und Plätze erinnern an die Widerstandskämpfer, die das NS Regime nicht überlebt haben, dazu gehören die im KZ Dachau ermordeten Hans-Nimmerfall und Franz Stenzer, genauso wie Erich Mühsam und Johann Schmaus. Gedenktafeln für Widerstandskämpfer wurden an folgenden Plätzen angebracht: Im Innenhof des Landwirtschaftsministerium, wird an die im April 1945 ermordeten Hans Scharrer, Maximilian Roth, Harald Dohm, Günther Caracciola-Delbrück und Hans Quecke erinnert. Die Münchner Freiheit, ein Platz in Schwabing, erinnert an die Freiheitsaktion Bayern. Am Wohnhaus von Erich Mühsam befindet sich eine Tafel für den Widerstandskämpfer der Gruppe „Neu Beginnen“ Hermann Frieb. Georg Elser verübte 1939 ein fehlgeschlagenes Attentat auf Hitler. An Ihn wird in der Rosenheimerstrasse erinnert. 1933 verübte die Reichstagsabgeordnete Antonie Pfülf Selbstmord, für sie wurde 1993 eine Gedenkstätte auf dem Nordfriedhof eingerichtet.
Der Friedhof am Perlacher Forst beherbergt Gräber und Gedenkpunkte für viele Zwangsarbeiter, die während der Hitlerzeit ums Leben kamen. 1988 wurde eine Gedenktafel für die vielen KZ Häftlinge an der Stielerschule angebracht. Im April 1945 wurden 6887 Gefangene vom KZ Dachau nach Süden getrieben. Die Hälfte kam nicht am Ziel an. An diese Menschen erinnern Bronzeplastiken in Allach, an der Blutenburg, am Bahnhofsplatz in Pasing und in Oberschleißheim.
Eine Säule mit ewiger Flamme erinnert neben dem Maximiliansplatz an alle Opfer der NS Gewaltherrschaft. Gegenüber befand sich die Gestapo Zentrale in der Tausende von Regimegegner gefoltert wurden.
Im Universitätsgebäude am Geschwister Scholl Platz erinnert eine Tafel an die sieben Mitglieder der „weisen Rose“. Auf dem Platz gibt es ein Tonkacheldenkmal im Kopfsteinpflaster. In der Justizvollzugsanstalt Stadelheim kann eine Gedenkstätte für die dort hingerichteten Opfer besucht werden.